25.02.2016

Stellungnahme zum Einsatz von Glyphosat im Bier



Presse-Information

Gift gehört nicht in ein Lebensmittel! Der weitere Einsatz von Glyphosat steht zur Verlängerung der Nutzung bei der EU-Kommission an. Im Rahmen der 500. Jahre Reinheitsgebot bietet sich dafür eine gute Presse-Plattform zur Diskussion an.

Die gesundheitlichen Folgen durch Glyphosat werden äußerst unterschiedlich eingestuft. So beurteilt das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) Glyphosat im Bier als gesundheitlich unbedenklich ein „… um gesundheitlich bedenkliche Mengen von Glyphosat aufzunehmen, müsste ein Erwachsener pro Tag rund 1.000 Liter Bier trinken. Glyphosat von rund 30 Mikrogramm pro Liter Bier stellen nach dem derzeitigen Stand des Wissen kein gesundheitliches Risiko dar …“ Quelle:
www.bfr.bund.de/cm/343/vorlaeufige-einschaetzung-zu-gehalten-von-glyphosat-in-bier.pdf

Als regionale Brauerei sind wir gegen eine Verlängerung des Einsatzes von Glyphosat. Wir fordern die EU-Kommission auf, keine Verlängerung der Zulassung für Glyphosat zu gewähren!

Glyphosat ist heute allgegenwärtig. Es werden in Deutschland 5.400 Tonnen im Jahr verspritzt. Es wurde in Brot, Wein, Fleisch- und Milchprodukten nachgewiesen. 

Im Braugersten-Anbau ist Glyphosat verboten, da die Keimfähigkeit, die man zur Malzherstellung benötigt, kaputt gespritzt oder zumindest stark gemindert würde. Durch Wind kann Glyphosat allerdings von anderen Feldern auch auf Braugerste-Felder gebracht werden.

In ausländischen Brau-Getreiden wurde – im Gegensatz zu deutschem Brau-Getreide – Glyphosat nachgewiesen.

In der Hütt-Brauerei wird ausschließlich Malz aus deutscher Braugerste verarbeitet.

Der sicherste Schutz ist der kontrolliert regionale Anbau, der getrennt in der Mälzerei verarbeitet wird. Diesen Weg beschreiten wir als Hütt-Brauerei seit 2015 und wollen unseren regionalen Gerste-Anteil stetig ausbauen.

Für weitere Auskünfte steht Ihnen Gabi Mohr –
Hütt-Brauerei Bettenhäuser GmbH & Co. KG, Knallhütte, D-34225 Baunatal,
Tel.: 0561 49907-14, E-Mail: mohr[at]huett.de – gern zur Verfügung.

Baunatal, 25.02.2016